Die Haltbarkeit von Most hängt stark davon ab, in welchem Entwicklungsstadium er sich befindet und wie er gelagert oder haltbar gemacht wurde.
Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen Phasen:
1. Frischer Süßmost (unvergoren)
Der frisch gepresste, alkoholfreie Apfelsaft hält sich ohne Behandlung nur sehr kurz.
- Im Kühlschrank: Ca. 2 bis 3 Tage. Danach setzt automatisch die natürliche Gärung ein.
- Pasteurisiert (erhitzt) in Flaschen/Bag-in-Box: Mindestens 1 bis 2 Jahre haltbar. Nach dem Öffnen einer Bag-in-Box bleibt er meist noch 3 bis 4 Wochen frisch.
2. Traditionell durchgegorener Most (alkoholisch)
Wenn der Most im Fass komplett vergoren ist (5 bis 7 % Alkohol) und von der Hefe abgezogen wurde, schützt ihn der Alkohol- und Säuregehalt.
- Im Fass oder im kühlen Keller (optimal gelagert): Bis zu 1 Jahr. Traditionell wird der Most einer Saison so lange getrunken, bis im nächsten Herbst der neue Most fertig ist.
- In Glasflaschen (gekorkt/verschlossen): Bei kühler und dunkler Lagerung ca. 1 bis 2 Jahre. Manche Spitzenmoste reifen in der Flasche sogar noch nach.
3. Angebrochener Most
Sobald Luft an den fertigen, alkoholischen Most gelangt, reagiert er mit Sauerstoff.
- Im geöffneten Krug oder der Flasche: Im Kühlschrank hält er sich 3 bis 7 Tage.
- Anzeichen für Verderb: Wenn er zu lange offen steht, bildet sich eine „Essigmutter“ (eine schlierige Schicht an der Oberfläche) und der Most kippt um – er schmeckt dann sauer wie Essig.
Wichtige Faktoren für eine lange Haltbarkeit:
- Sauberkeit: Fässer und Flaschen müssen vor dem Befüllen absolut steril sein, um Fehlgärungen zu vermeiden.
- Temperatur: Most lagert am besten konstant kühl bei 8 bis 12 °C.
- Lichtschutz: Dunkle Keller oder braune Flaschen schützen den Most vor dem sogenannten „Lichtgeschmack“.

