10. Bergles – Mostprobe beim SSV Steinach-Reichenbach

Berglesmostprobe feierte 10-jähriges Jubiläum

Berglen: Dem würdigen Anlass angepasst präsentierte sich die Steinacher Halle. Der Frühling hielt in Form von blühenden Kirschzweigen und Schlehenästen Einzug und allerlei Mostutensilien wie eine Apfelmühle, ein Presse, ein Holzfass, Zoina (Weidenkörbe) und Obstsäcke waren ausgestellt. Kein Wunder, dass in diesem Rahmen eine fröhliche Stimmung entstand.

Die Basis dafür waren natürlich die 10 Berglesmoste die kredenzt wurden. Den Reigen eröffnete Paul Hahn aus Rettersburg, der Mitbegründer der Mostprobe, mit einem sehr gelungenen Most mit ausgewogener Äpfel- und Birnenmischung. Er war als einziger bei allen 10. Mostproben mit von der Partie.

Eugen Oberer aus Steinach stellte seinen Most eine 50/50 Mischung aus Äpfeln und Birnen vor. Eine weitere Probe war noch mit Trollingersaft verfeinert.

Gottlob Hägele der „Erfinder“ des roten Mosts war zum 9- Male dabei und präsentierte seinen Klassiker mit 77% Äpfel, 5% Birnen, 8% Quitten und 10% Trauben von seiner Kamertsa, dem Weinstock der an der Hauswand gedeiht.

Auch vom Spechtshof an der Goiswand kam Gerhard Körner, zum erstenmal dabei mit seinem Apfelmost mit 10% Birnenbeigabe.

Konrad Jeutter legte sich mächtig ins Zeug und versuchte von den „alten Hasen“ die Geheimnisse vom guten Most zu entlocken. Dies ist ihm mit seiner Kombination von sechserlei Birnen, 10% Trauben und als Besonderheit 10% Schlehen gelungen.

Thomas Schäfer aus Mannshaupten brachte einen süffigen, reinen späte Graubirnenmost auf den Tisch, seine 85 Oechsle und 10% Alkohol waren deutlich zu erkennen.

Den ersten Most vom Linsenhof, es war ein reiner Apfelmost, hatten Armin und Helmut Sommer mitgebracht. Der Linsenhof liegt klimatisch geschützt und das Obst bringt üblicherweise 2-3 Oechsle mehr als in den Nachbargemeinden.

Den Abschluss bildete Karl-Heinz Heckeler vom Erlenhof mit seinen recht süssen, reinen Bittenfelder.

Alles ausnahmslos gute Tropfen, bei welcher man die Mühe der Mostler förmlich auf der Zunge spürt. Die Mostqualität in den Berglen hat Dank der Mostprobe in den vergangenen 10 Jahren deutlich zugenommen. Der Erfahrungs -und Geschmacksaustausch war wichtig und natürlich wurde der Ehrgeiz angespornt.

Fritz Wirth zeigte auf unterhaltsame Weise im Video den Jahresreigen von der Blüte bis zur Frucht, das Auflesen, das Mosten, die Gärung und den Verzehr. Hermann Frick und Heidelotte Hägele unterhielten mit schwäbischen Gedichten und Geschichten. Sylvia Bässler und Heike Flis lösten ihr in mostseliger Laune im Vorjahr gemachtes Versprechen ein und trugen Ihr selbst komponiertes und gedichtetes Lied über die Ereignisse bei unseren Berglesmostlern vor.

Die Gäste schmetterten so manches Trink- und Volkslied und durch das Programm führt auf lockere und humorvolle Weise Diethard Fohr.

BM Schille und seine Frau waren auch bei der 10. Berglesmostprobe dabei Die Gäste fühlen sich wohl
Die Gäste fühlen sich wohl Die Mostler aus den Berglen von links
Karl-Heinz Heckeler, Gerhard Schäfer, Paul Hahn, Eugen Oberer, Gottlob Hägele und Konrad Jeutter
Hermann Frick trägt schwäbische Gedichte vor Heide Hägele erzählt die Geschichte vom Most

 

Mehr Informationen bei

Diethard Fohr
Königsberger Ring 24
71364 Winnenden
Tel. 07195/64322

Sylvia Bassler und Heike Flis überraschten mit einen selbstgeschriebenen Lied über die Mostler